Adventskalender

Was tut man nicht alles für ein entspanntes Miteinander.
Eine immerwiederkehrende Erfahrung  sind die Adventskalender unserer Kinder. Als Mutter kann man da nur alles falsch machen.
Ist nur Schokolade drin, wird Haribo gewünscht. Sind nur Haribos und Kaugummis drin, fehlt die Schokolade, und überhaupt, wo sind die kleinen Überraschungen?
24 Überraschungseier sollten alle Wünsche der Kinder abdecken? Weit gefehlt. Nach vier Tagen ist alles zu langweilig.
Die Spielsachen sind doof und die Schoki bleibt so lange liegen, bis sie nicht mehr beachtet wird und dann, verbotener Weise, von den Eltern heimlich verzehrt wird . Gut! Themenkalender! Der sollte zur Abwechslung absolut zufriedenstellend sein. Meint man.
Alle haben Süßes, nur das eigene Kind muss sich mit einem doofen Bauernhof, einer Pollypocket Familie oder einer kompletten  Babybornausstattung zufrieden geben. Es ist ein Graus. Trotzdem freuen sich die Kinder jedes Jahr aufs Neue. Freuen sie sich, unsere Morgende zu verderben? „Jaaa, jetzt beginnt die schöne Zeit, in der ich Mama alle Boshaftigkeiten des letzten Jahres heimzahlen kann.“ Es gelingt. Immer wieder gelingt es. Schließlich möchte man, dass das eigene Kind, hüpfend, so glücklich und strahlend wie alle Anderen auch, freudig von seinem Türchen berichten kann.
Man kann es als Elternteil nur vermasseln. Einer hat immer etwas Besseres.
Ich persönlich wollte dieses Jahr alles, aber auch wirklich alles richtig machen und schaute im Internet, zusammen mit meiner liebreizenden Tochter, nach einem, von Maschinen befüllten, genau richtigen (!) Weihnchtsskalender, der alles hält was er verspricht. Nämlich strahlende Kinderaugen, bis in den Nachmittag hinein.
Ach, hätte ich es bloß gelassen.
Unser, mit Sorgfalt ausgesuchter Themenkalender wurde prompt geliefert. Das Problem dabei, bestand darin, dass der Kalender kein Kalender war, sondern eine Box.
Es befanden sich 7 Figuren im erhofften Wunderding.
Als Mutter kann man nur bestimmte Tränen ertragen. Diese natürlich nicht.
Die Figuren wurden behalten und einzeln verpackt, genau wie Unmengen an Süßigkeiten.
Um 22:00 Uhr , die Arbeit war erledigt, wie ich ebenso( erwähnte ich, dass es sich um einen Montag handelt?), tröstete ich mich, auf der Treppe sitzend, mein Werk bewundernd, mit dem Gedanken, in 10….11…12…13 Jahren….ist das alles vorbei.
Die Worte meiner Mutter :“Später wirst du es vermissen. „