Familiensehnsucht

Am 29. Dezember 2009, in Kinder, von admin

Familie ist so wertvoll. Mein Opa war über Weihnachten im Krankenhaus, von sehr jungen, hüpschen Krankenschwestern gepflegt. Wir waren Heiligabend und den ersten Weihnachtstag bei meinen Eltern. Zwischendurch konnten wir meinem Opa einen kleinen Besuch abstatten. Es fühlte sich fantastisch an. Jetzt, über 200 km entfernt, habe ich kaum das Gefühl, der Familiengeborgenheit. Ich habe natürlich MEINE Familie, meinen Mann und meine drei tollen Kinder….aber es fühlt sich eben anders an. Wie andere, zwischendurch, nach dem Einkauf kurz zu den Großeltern oder Eltern fahren, geht bei uns eben nicht. Oder Sonntag nur mal eben zum Mittag oder Kaffee……Kinder wär das schön. Ich wünsche mir für meine Kinder, dass sie keine 2000000 km weit weg wohnen. Es sei denn, sie ziehen nach Griechenland und nehmen uns mit :-)

 

Loch im Kopf

Am 26. Dezember 2009, in Kinder, von admin

Natürlich, wie sollte es auch anders sein??!! Wir sind zur Hochzeit unseres besten Freundes eingeladen. Nicht, dass ich meinem Mann ersteinmal erklären musste, das man als Trauzeuge, auch bei minus acht Grad plus Schnee, nicht im grauen Pullover zur Trauung erscheint, versucht man als Mutter stets zu glänzen, indem sich die Kinder bravourös verhalten. Nicht ist für eine Mutter schöner als die Worte: Ihre Kinder waren toll :-) !!! “ Ja….das sind sie immer. Sie wissen genau wie sie sich wo zu verhalten haben.” -meine Kinder scheinbar nicht. Nachdem ich mit meiner Tochter das Trauzimmer verlassen musste, weil sie ,wie immer eben, still auf meinem Schoß sitzen blieb, und ich ja sowieso nicht die Ansprache unserer, wie gesagt: besten Freunden, hören wollte, maßregelte ich die Jungs, welche das Heinrich- Heine- Haus kurzerhand zur Sporthalle umfunktionierten. Nach einer Stunde, Kinder ruhig halten, anstoßen, Glückwünsche aussprechen und wieder :” Hier wird N-I-C-H-T getobt!”, fuhren wir zum Ort der Festlichkeit. Mit Aussicht auf den leckeren Kuchen, das Abendessen und den guten Wein, fing ich allmählich an, mich zu entspannen. Nette Gespräche, lachen, kennen lernen, Fotos, Geschenke verteilen……” Liam blutet!!!” – super!!!! Loch im Kopf.

Nein natürlich nicht vom toben, es ist von allein gegen die Tischkante gekippt. Erzählte unser Übeltäter. Glaubt man dem Geschädigten, wurde im Vorfeld kämpfen gespielt. Nach dem Krankenhausbesuch, einem völlig verblutetem WEIßEM HEMD, feierte unser Liam mit uns bis um 02:00 Uhr, mit Tanzeinlage.

 

4 Arme, Ersatzbeine und Rundumblick

Am 16. Dezember 2009, in Kinder, von admin

Ich telefonierte heute mit meiner Freundin, und wir fragten uns, warum die Natur die Männer genau mit der selben Ausstattung bestückte wie die Frauen. Warum wurden wir Mütter nicht mit 4 Armen geboren, 2 Ersatzbeinen, einem Rundumblick, einem Notschalter für überdimensionale Zeiten und vor allem: Wo ist unser Ladegerät????

Wenn jemand ähnliche Fragen hat, oder tatsächlich eine realitätsnahe Antwort, wären wir ihm/ ihr sehr verbunden.

Gibt es Männer, die tatsächlich an dem Alltag einerMutter interessiert sind, oder täuschen sie lieber ein wichtiges Fussballspiel im Fernsehen vor? Sie wissen es nicht? Ich schon!!! Es gibt auf der ganzen Welt  nicht einen einzigen Mann, der bei einer Mutter 14 Tage ein Praktikum absolvieren  würde, ohne sich am 3. Tag krank zu melden.

:-) :-) :-)

 

Die Spuckeritis

Am 11. Dezember 2009, in Kinder, von admin

Jede Mutter hasst die Magen-Darm-Plage. Bei Windpocken, bei Schnupfen, bei Warzen und Fußpilz wird sich zum Kaffee verabredet was das Zeug hält. Kinder müssen andere Luft schnuppern. Aber wehe einer der Familie droht an der Kotzerei zu erkranken….Es wird “a Moschedrohtzaon” um die ganze Stadt gezogen. Aaaaaaaa………..
Meiner Mama haben wir diese tolle Woche zu verdanken. Hier noch ein Mal kurz angemerkt: Es war keine Absicht. Meine Eltern erfreuten sich blendender Gesundheit, bis meine Mutter morgens vom Frühstückstisch aufstand und sich aufs Sofa platzierte, weil ihr schwindelig wurde. Auf den Schwindel folgte Durchfall. ICH dachte, es läge an uns: meinem Mann und mir. Da an diesem Wochenende unsere Herzlichkeit sehr zu wünschen ließ, dachte ich, es schlägt meiner Mom auf den Magen. Sie berichtete, dass so einige ihrer Kollegen wegen Krankheit 2 Wochen zu Hause blieben. Zwei Wochen!!!!!!!! Ich war in meinem ganzen Leben noch keine 3 Tage am Stück von meinem Arbeitsplatz entfernt. Zwei Wochen!!!! Bekommen die dann trotzdem Urlaub? Wieso fällt mir ausgerechnet in dem Zusammenhang die Lehrerschaft ein ??? Naaaa??? Krank..und trotzdem Geld..und trotzdem Urlaub..und keine Kündigung..o.k.egal.Meine Mutter schaffte den Sonntag irgendwie zu überstehen, mit 200 km Autofahrt plus Krankenbesuch bei Opa. Den Montag verbrachte sie im Bett. Na?? Was gemerkt?? Nur den Montag…Tja, und genau an diesem Montag spuckte meine Tochter ihr Bettchen voll. Ich dachte immer vier Schlafsäcke reichen. Zwei für den Winter und zwei für die Sommermonate. Die waren durchgekotzt, inklusive aller Schlafanzüge, so dass Dina in Strumpfhose und irgendwelchen Oberteilen schlief. Die Bettlaken gingen gingen mir als erstes aus. Ok, ich muss dann wohl zu Hause bleiben. Dass mir selbst seid ein paar Tagen ständig schwindlig und schlecht wird, blendete ich gekonnt aus. An diesem Tag fing Jonas an zu leiden. Mit 12 tut man das ja nicht mehr. Aber hier musste er wohl eine Ausnahme machen. Er spuckte Nachts 7 Mal und am Tag darauf 8 Mal. Mein armer Junge war komplett leer. Für so eine Entschlackungskur zahlen manche Menschen viel Geld :-) . Er hatte genauso wenig Kraft wie seine kleine Schwester. Mich blendete ich weiterhin aus. Am darauffolgenden Tag besuchte der Herr des Hauses unser Clo und ward nicht mehr gesehen. Ich hätte zum Himmel schreien können. Wofür wurde ich bestraft??? Wieso sieht man einem zu viel Arbeit nicht an? Wieso bekommt man als arbeitende Mutter mit Haus und Kind und allem was dazu gehört nicht einfach blaue Punkte im Gesicht, wenn der Alltag wie ein Tsunamie über uns einbricht. Wir Mütter sagen ja nicht einfach:” Schatz, ich kann nicht mehr, kümmer du dich mal eben um alles!” Keine Mutter gibt zu, dass sie nicht als Mutter zur Welt kam und das hier alles SO nicht mehr will.Gut….lass drei Kranke krank sein, ist ja bald Wochenende zum abschalten. Neeeeeeeiiiiiiinn…Liam kam aus der Schule und hatte keinen Hunger. Ich wollte mit ihm DÖNER (!!!!!) essen, da ich nicht kochen brauchte ;-) Mein Sohn wollte nicht. Er war schlapp. “Ist dir schlecht?” – “Nee, ich hab Bauchkneifen.”

Ok, Liam ging auch ins Bett. Mir liefen die Tränen. ICH WOLLTE NICHT MEHR. Mein Alltag ist der Hammer, so dass ich über eine Haushaltshilfe nachdenke. Mir wird schlecht und gerade war ich dabei, zu gucken wie ich mich entlasten könnte. Und nun ist die komplette Familie krank. NEIN, ICH WILL NICHT. Naja, vielleicht bekomme ich ja doch blaue Punkte im Gesicht :-)