A- steht in unserer Familie für ALLE gehören zusammen
B- steht für unseren Namen Ber……..
C- verkörpert unser alltägliches CHAOS, was wir erfolgreich bekämpfen
D- ist unsere kleine DINA- Isalie, ohne sie ich allein auf weiter Flur in der Männer bzw. Fußballwelt bestehen müsste
E- ist ganz wichtig, und bedeutet ESSEN- ESSEN- ESSEN
F- ich sage nur ein Wort: FUßBALL
G- unser GARTEN mit ständig wechselnden Pflanzen, weil einige es einfach nicht schaffen
H- sagt mein Adonis: HSV
I- “IMMER muss ich das machen!” : lautet einer der Lieblingssätze von Jonas
J- wie JONAS, der momentan an der Teenagerdemenz erkrankt ist
K- KAUGUMMI
L- steht für LIAM, blaue Augen, blonde Haare, komplett durchtrainiert
M- ich natürlich, das MUTTERTIER
N- CharakterNASEN
O- OHNE Berieselung durch digitale Medien würde Jonas und mein Adonis die Nerven verlieren
P- steht eindeutig für PAPA. Niemals will ich ihn missen müssen, niemals würde ich ihn kampflos aufgeben. Nach nur zwei Mal 20 Minuten sehen, vor ganz, ganz vielen Jahren, wusste ich: Den will ich, das ist -MEIN- Mann!
Q-QUATSCH machen. Lachen geht immer
R- REISEN
S- ohne SÜßIGKEITEN kann keiner von uns auch nur zwei Tage überstehen
T- ohne TURBULENZEN möchte ich mir meine Familie gar nicht vorstellen. Wir sind Einzigartig, wie eben alle Familien, weil jeder eine andere Geschichte vorzuweisen hat, die prägend ist.
U- UNTERHOSE
Jeder hat tatsächlich seine ganz eigene Vorliebe……..
V- VERLIEBEN, VERKRACHEN, VERSÖHNEN, VERARSCHEN, VERALBERN, VERPLAPPERN……VERRÜCKT
W- steht für WASSER, mit Chlor oder Salz, Hauptsache nicht überlaufen und 30° im Schatten
X- man redet sich den Mund als Elternteil fusselig, und niX passiert
Y- steht für den Traum meines Mannes, eine Yacht. Undenkbar mit drei Kindern. Schon am zweiten Tag würde der Erste über Bord gesegelt sein.
Z- steht ganz klar für ZIMMER aufräumen
Die genießerischen Sommerferien, für unsere Jungs immer zu kurz, für uns Eltern nie endend, gingen vor zwei Wochen ihrem Ende entgegen. Einer unserer Jungs erfreute sich seiner Klasse, der Lehrerin, glänzte durch gute Vorsätze inklusive sofortiger Umsetzung. Es gibt tatsächlich Schüler, die nutzen jedes Schuljahr um voranzukommen, nehmen jede Gelegenheit wahr um weiter zu kommen und haben in den ersten Wochen bereits Erfolgserlebnisse. …DANN… . gibt es Kinder ( leider gehört ein anderer unserer Söhne dazu) , die freuen sich auf Leute in der Schule, sind cool, weil sie es doch tatsächlich schafften, versetzt zu werden. Unser lieber Sohn ist “SOOO” cool, dass selbst der Lehrer seine Eltern (uns) unbedingt in den ersten Tagen kennen lernen wollte. Die Jungs haben sich so toll in den Ferien entwickelt, dass der Lehrer keine Woche ins Land ziehen lassen wollte, um den Eltern alles wichtige mit zuteilen
. Wir ließen die Korken knallen!!! Wie haben wir uns gefreut den neuen Lehrer noch vor allen anderen kennenzulernen. Ein persönliches Gespräch vor dem ersten Elternabend!!! Wir sind die Einzigen, die ihn jetzt schon kennen. Ich kann ihn am morgigen Elternabend also sehr persönlich begrüßen, im Gegensatz zu den Anderen. Mein Mann wird morgen seinen Abend in der Schule unseres anderen Sohnes verbringen und darf sich einer netten Lehrerin erfreuen.

Ich für meinen Teil werde eine Papiertüte aus dem Bioladen mit zwei Löchern versehen, sie mir über den Kopf ziehen und mich dicht an die Tür setzen. Was ich bei der Vorstellungsrunde sagen werde, muss ich mir noch genau überlegen. Vielleicht kann ich mich auch unters Fenster stellen, um alles wichtige mitzubekommen. Noch ein Mal schlafen……Ich schicke meinen Sohn persönlich hin
. SEIN Ruf ist ja bereits ruiniert. Nur schade, dass es Elternabend heißt.
Ulala!!!!! Ich habe mich in meinem ganzem Leben noch nie so dermaßen geschämt, wie an diesem Abend. Ich bin Meisterin der Selbstkontrolle, aber nach 1,5 Std, persönlicher Begrüßung, ständig bohrenden Blicken, Anspielungen in meine “Ecke, hinten links” ( da saßen früher schon die Kinder, die der Lehrer am liebsten schon vor dem Unterricht nach draußen befördert hätte). Am Ende des Abends war ich eine der Ersten, die dieses Terrain verließ. Gott, hab ich mich geschämt. Jedes Kind schmückte seinen Platz mit seinem Namenskärtchen, damit der liebe Herr Lehrer SOFORT (!) weiß, welche Eltern zu welchem missratenen Kind gehören. Ich sah….und hasste…..100 Mitleidspunkte für alle Schüler dieser Klasse. Er ging tatsächlich durch alle reihen, nickte “aha”, “Guten Tag….”, ” Sie sind Frau…?”, “ACH! Jaja!”- bis er bei mir ankam, hinten links in der Ecke aaaaaaaahhhhh :” Aaah…Frau B., na wir kennen uns ja schon.”- sprachs und verschwand, aus den hinteren Reihen. Er ist kein Freund von Kuschelpädagogik. Wenn die ganze Klasse schlechte Noten schreibt, liegt das auf keinen Fall an ihm. Er ist Lehrer, und hat keine Zeit für Einzelschicksale, bei ihm sind alle Schüler gleich. DAS nahm ich ihm sofort ab, weil er keinerlei Bauchgefühl hat, was für eine Kuschelpädagogik nämlich benötigt wird. Ach ja…. das Schönste überhaupt: Er ist kein Freund von Klassenfahrten, diese wird es in den kommenden zwei Jahren nicht geben, davon bekäme er Migräne….nicht nur Kopfschmerzen….der arme Mann, gleich Migräne….Er schilderte uns sehr deutlich, wie es sich anfühlt. ( Hatte auch nur noch keiner von uns, sind ja nur 80% Mütter anwesend gewesen). Seine Schüler reichen ihm in der Schule, da muss er sich nicht noch eine Woche mit ihnen abquälen. Der Gipfel war der Schluss. Er schaute mich an und meinte:” Wenn ein Lehrer meiner Söhne mich jemals angerufen hätte, was Gott sei Dank nicht der Fall war, hätte ich mich bei ihm persönlich für meinen Sohn entschuldigt.”
Ich verabschiedete mich nicht. Ich vergaß zu erwähnen, dass besagter Lehrer unser Nachbar ist – ja, so schlimm kann es im Leben kommen für ein Kind. Glücklicherweise sieht man sich selternen als angenommen.
Das nächste Mal steht auf der Elternliste unter Kind B. : Mutter hat unentschuldigt gefehlt.
Der alltägliche Wahnsinn
Es gibt Momente, die vergisst man als Eltern nicht so schnell. Oder besser, niemals.
Wie oft steht man als Mutter “zu Besuch” im Teenagerzimmer und würde soooo gern mit einer riesen Mülltüte ( NUR EINE HALBE STUNDE ) ganz allein durchs Zimmer sausen. Wir hatten tatsächlich die Chance unseres Lebens…..
Man nimmt einige Wochen Sommerferien, lässt zwei Söhne für einige Zeit woanders unter kommen, lässt wortlos den Ort des Geschehens 5 Minuten auf sich wirken, lässt die Blicke in alle Ecken wandern und verabschiedet sich ohne Diskussionen von der schönen, gemeinsamen Zeit mit dem Ehemann. Eltern wissen sofort was zu tun ist, wenn die Kinder in den Ferien sind. Sie wissen genau, dass man kuschelige Stunden auch aufs Wochenende verschieben kann, oder eben aufs nächste Jahr, oder das übernächste. Die Mülltüten werden zurechtgelegt, die Tage der Wiederherstellung des Zimmers werden errechnet, Schränke verschoben, Fotos werden in Lichtgeschwindigkeit von allen Ecken, Ritzen und Verstecken gemacht. Es existiert nur ein Gedanke: Jetzt oder nie!
Ein kinderloses Kinderzimmer über mehrere Tage schreit förmlich nach den verantwortlichen Eltern. Es will Hilfe, es will von Müll befreit werden, von Essensresten aus diversen Taschen, die sich ganz allein auf den großen Schrank schleppten, um dort genüsslich vor sich hin zu gammeln. Alle Currywurst – Pommes – Verpackungen, Dönerpapiere und Toastipappen zeigten uns den Weg in ihr Versteck. Drei Taschen wollten ungefragt aus dem Fenster befördert werden, um dort von ihrem 13- jährigen Besitzer ausgekratzt und eigenhändig geschrubbt zu werden. Bis zu dessen Heimkehr erfreuten sie sich einiger Regengüsse und dem ausgiebigem Bad in der Sonne.
Als Zimmer hat man wenig Gelegenheiten die Erziehungsberechtigten des Bewohners in die dreckigen Geheimnisse einzuweihen.
13- jährige räumen zudem ständig um. Sie räumen nicht um, weil es danach besser aussieht. Sie räumen um, weil es danach anders aussieht. Dabei kann es dann schon passieren, dass so einige Dinge spurlos verschwinden, Dreck überdeckt wird und man sich als Besucher des Zimmers überall stößt, weil ein Bett dann eben nicht NEBEN dem Regal steht, sondern DAVOR……. gleich am Eingang. NIEMALS darf dieser spezielle Charakter zerstört werden. Niemals darf irgendetwas angefasst oder beäugt werden. Müll existiert sowieso nicht, alles wird gebraucht und hat eine Bedeutung.
Jonas Zimmer hatte fünf Tage Geburtstag. Es jubelte, feierte, tanzte. Es erfreute sich unserer ungefragten Hilfe. Es ist uns auf Lebenszeit dankbar
. Es wurde von uns restlos entrümpelt. Die defekte Kommode bat uns um eine allerletzte Chance, sie doch bitte endlich auseinander zu treten und auf den Sperrmüll zu schleppen.
Jonas war die Begeisterung ins Gesicht geschrieben
, aber (!!!) er konnte nichts mehr rückgängig machen.





