Lishy, die Zeit nach einer Kastration

Am 26. Februar 2011, in Kinder, von admin

Unsere Katze Lishy, eine norwegische Waldkatze, die schnellste, wendigste, stärkste, hübscheste und zugleich sensibelste Katze aller Zeiten ( :-) ), musste unters Messer. Unser Haus war im Ausnahmezustand. Alle litten mit ihr, und sie litt wirklich.

Die Zeit nach der Kastration:

Der Tag der Kastration war wie erwartet: sie schlief, fraß nicht, ließ alles über sich ergehen, und hatte Koordinationsschwierigkeiten. Drei Tage später, dachten wir, sie geht uns emotional ein. Der Trichter an ihrem Kopf schrenkte sie so sehr ein, dass sie wie ein Häufchen Elend: hängender Kopf und schlaffem Schwanz vor sich hinvegetierte. Seelenleid. Wie soll eine Katze das auch aushalten, kein Kratzen am Ohr, kein Putzen, weder Körper, Pfoten oder Schwanz. Fressen ging nur mit unserer Hilfe, Treppen ebenso und von den Wahrnehmungsstörungen aufgrund des Trichters mag ich gar nicht reden. Ich fuhr mit unserem leidenden Etwas  zur Tierklinik.

Dort war das Problem bekannt, sie erhielt einen Body. Ohhhhhh….. viel besser……die Ohren waren frei, fressen ohne Hilfe, kein Gegenstoßen überall, putzen und, und, und. Neun Tage (!) später fingen wir uns an Sorgen zu machen. Sie fraß schlecht, traute sich die Treppen manchmal nicht allein rauf oder runter und sie taumelte, als sei sie benommen. Sie “redete” nicht mehr mit uns, kein mitteilen, nichts! Unsere Katze hatte einen Knacks…..dachten wir. Ich fuhr abermals zum Tierarzt, um sie zu zeigen, und was soll ich sagen!!!! Katzen!!! Ihr Boddy ist weg und sie ist wieder die Alte. Durch diesen schicken Einteiler war sie, genau wie mit dem Trichter in ihrer Wahrnehmung gestört. Gott, sind wir froh. Ich bin mir allerdings sicher: Wir hätten sie auch SO geliebt.

Schuhstress…

Am 17. Februar 2011, in Allgemeines, Kinder, von admin

Dina, unsere Aktivitätsbombe ;-) , kommt jetzt mit ihren fast 3 Jahren in eine Wachstumsphase in der sie pro Jahr ungefähr um zwei Schuhgrößen wächst. Das bedeutet in Zukunft Schuhstress bzw. Stress beim einkaufen. Sie liebt es ungemein neue Kinderschuhe auszuprobieren! ;) Aber hier an diesem Punkt will ich keine Müdigkeit vorschützen. Es ist total wichtig, nicht bei Kinderschuhen zu sparen, weil sich das alles später tausendfach rächen kann im Erwachsenenalter. Bei Jonas haben wir bisher gute Erfahrungen mit dem WMS-System von Elefanten Schuhe gesammelt. Das bietet genug Platz für einen Wachstumsschub. Auch wenn es seit der Deichmannübernahme Kontroversen um die Marke Elefanten Schuhe gibt, werde ich mit Dina sicher das eine oder andere Model ausprobieren. Was dann letztendlich genommen wird und was für sie angenehm ist hängt dann sowieso ganz stark von ihr ab. Sobald es jetzt wieder vermehrt mit draußen spielen los geht, ist das Ganze akut. Das gibt noch ein paar spannende Einkaufsnachmittage. Danach kann ich hoffentlich eine Erfolgsmeldung in Sachen Kinderschuhe verkünden…

 

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Lehrer…

Am 29. Januar 2011, in Kinder, von admin

Ich dachte immer, Lehrer hätten studiert. Ich dachte immer, Lehrer behandeln gleich. Ich dachte immer, Lehrer kennen ihre Schüler. Ich dachte immer, auf Lehrer kann man sich verlassen. Vor allem dachte ich, dass Lehrer rechnen können….

Unser Sohn Liam hat sein Zeugnis nach Hause gebracht. Es war sein erstes Zensurenzeugnis ( 3. Klasse). Liam gehört zum positiven Kern der Klasse, ist mit seinem Zeugnis sehr zufrieden ( was sein 14-jähriger Bruder von sich eher nicht behaupten kann) und freut sich über alles Zweien. Der Sachkundelehrer muss in Mathe allerdings damals gefehlt haben. Vielleicht hat ihm niemand die Hausaufgaben gebracht als er krank war, denn Liams Testzensuren waren: 3+, 1, 2,2 / Jeder der rechnen kann, erkennt den 2,0 Durchschnitt. Selbst wenn er im Mündlichen eine vier hätte, was eher unwahrscheinlich ist, hätte er einen Notendurchschnitt von 2,4!!! Da frage ich mich doch, wie der Lehrer in diesem Fall auf eine Drei kommt??? “Man muss nur lang genug rechnen bis es passt.”- tatsächliche Worte einer Lehrkraft einer anderen Schule, in einer anderen Situation.

 

Starke Kinder, schwache Eltern…

Am 29. Januar 2011, in Kinder, von admin

Wollen wir nicht alle starke Kinder, die sagen, was sie wollen, und sich von anderen “bösen Kindern” nicht unterbuttern lassen? Wünschen wir uns nicht alle, dass unsere Kinder sich immer, zu jeder Zeit, überall problemlos durchsetzen können? Wünschen wir uns nicht alle, dass genau unsere Kinder eben keine typischen Mitläufer werden und gehemmt im Sandkasten sitzen? Jajajajajajaaaaaaaaaaaa…..unsere Kinder werden tollllllll ! Sie werden stark! Sie werden sich überall durchsetzen können! Sie werden keine -”Ja”- Sager! Es werden Siegertypen!!! Ja GENAU !!!! Und wie erziehen wir sie nun richtig, damit unsere tollen Kinder noch toller werden? Richtig! Wir lassen sie einfach an allem teilhaben, lassen sie  jede Situation mitbestimmen, geben immer nach und finden einen Kompromiss, loben alles in den Himmel, lassen sie wie sie sind, weil es ja eben noch Kinder sind. Und wenn wir Glück haben, und sie stark genug geworden sind, haben wir  fünf verschiedene Dinge zum Abendessen auf ihrem Lillifee- Teller, um es danach auf Papas zu legen oder selber zu essen. Wir sitzen danach eine geschlagene Stunde im Bad, im Kinderzimmer, im Flur, im Zimmer der Brüder und im Wohnzimmer- auf dem Boden, weil wir inständig daran glauben, sie würden sich gleich völlig ohne Zwang den Schlafanzug anziehen lassen. Aber das allerbeste von allem ist, wenn wir super tolle starke Kinder aus ihnen gemacht haben, haben wir es geschafft, auch noch die Abende bis zum Tiefschlaf, im Kinderzimmer auf dem Boden zu verbringen. Und wenn wir dann, vier bis fünf mal in der Nacht, abwechselnd zum quakenden Kind schlafwandeln, können wir uns sicher sein, dass wir es geschafft haben. Unsere Kinder sind dann bereits mit zwei Jahren schon so stark, dass sie die stärksten Glieder der Familie zu den Schwächsten gemacht haben. Aber, sie sind doch sooo süüüß… :-) :-) :-) Ich finde unsere Tochter sogar so süß, dass ich sie heute Abend, um es genau zu sagen: JETZT, IN DIESEM MOMENT! – ohne Geschichte in den Schlaf  schreien lasse. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich finde, so nach fast drei Jahren ist es höchste Zeit ihr beizubringen, dass wir die Eltern sind und SIE das Kind!!!